OCEAN
KAJAK
TOURS



... den 11.02.2018


Nur schwer haben wir uns vom Aoraki (Mount Cook) getrennt. Immer noch einen Tag drangehängt, dieser Berg hat was. Da denkt man schon mal schnell an den Watzmann, “der Berg ruft”.

Wir haben uns auf die Räder gemacht durch z.T. sehr einsame Regionen, aber die Vogelvielfalt ist hier überall. Wenn wundert`s also, dass uns der kleine Piepmatz, noch den Dotter am Schnabel, durch sein intensives Rufen nach seiner Mutter, über den Weg lief. Ein Spatzen Baby, das von den Eltern jedoch wunderbar versorgt wurde. Kein Eingreifen vom Gut-Menschen, der immer alles gut und besser machen will, nötig.

Seit gestern sind wir genau 4 Monate von zuhause fort. Wen also wundert`s, dass so eine kleine Langeweile aufkommen könnte und man gar auf die Idee kommt, von gesammelten Früchten (Mirabellen und Brombeeren) Marmelade zu kochen? Sie ist übrigens sehr lecker geworden und wir haben im Supermarkt so was ähnliches wie Geliermittel gefunden. - Da hatten wir beim Einkochen aber zufällig einen Tag erwischt, wo mal ein Sonnenstrahl rauskam. Ansonsten kann es hier auch im Kiwi-Sommer sehr frisch, für palmerische Weich-Eier, ziemlich kalt werden. 10 Grad ? Ein NO GO, aber in Wintersportorten wie Methven ist das wohl so. Das liegt so ca 900 m hoch, für uns in Relation zum unserem Roque Muchacho nicht mal hoch...

Auf dem Campingplatz, wo wir Station gemacht haben, wurden alle Arten von ausrangierten Skiern als eine Art Gartenzaun/Abtrennung verwendet. Sieht klasse aus und ist eine super Idee. Könnte man sich für La Palma überlegen – aber wo diese vielen Skier hernehmen? Nein, dann eher nicht.

Natur pur war für einige Tage angesagt, wir hatten so manche Herausforderung, z.B. mit unserem Camper nun durch Wasserstrassen zu fahren oder es besser bleiben zu lassen. Meistens hat die Abenteuer-Lust gesiegt. Wir haben sehr wenig Menschen gesehen, sind jedoch einer seltenen Art (von uns jedenfalls noch nie gesichtet) begegnet: den Wandervögeln. Das sind Menschen aller Nationen, die sich Neuseeland zu Fuß erobern. Sie sind sehr diszipliniert, ruhig und so richtig drauf. Einer hat erzählt. er habe ganz oben bei der Nordinsel angefangen, zu wandern, getroffen haben wir ihn ca auf der Hälfte der Südinsel. Alles zu Fuß. Hut ab, die wollen das und ziehen das auch durch.

An einem wunderschönen See “Lake Coleridge” in der Nähe vom Zugang zum Arthurs Pass haben wir einen Übernachtungs-Platz gefunden. Kein Mensch weit und breit, nur gegenüberliegend vom See grade noch so in Sichtweite ein einsamer Angler. Da ist es wieder, das wunderschöne Freedom-Camping.

Springfield ist ein sehr kleiner Ort, der aber als Attraktion eine Railway-Station hat. Wir waren bereits im November, also vor 3 Monaten dort. Die Besitzerin haben uns zwar damals bewirtet, es ist ein winziger Bahnhof mit winzigem Cafe, aber sie erzählte uns, dass sie im Umbruch seien. Das mussten wir uns doch anschauen, als wir jetzt am Rückweg wieder dorthin kamen. Die Besitzerin war vor ein paar Jahren in der Schweiz und konnte uns ein paar sehr lustige Brocken Schwitzer-Dütsch erzählen. Deutsch könne sie nicht, erklärte sie. Wir haben uns natürlich nach so kurzer Zeit wiedererkannt und Trish hat aus dem kleinen Bahnhöfchen eine sehr schöne TSouristen-Attraktion gemacht. Mit Souveniers in Form von Raritäten bis hin zu Antiquitäten – für jeden `was dabei. Echt schön. Und der selbst gebackene Karotten- und Schokoladenkuchen sind ein Traum. Dies nur als Tipp, falls jemand mal dort vorbei kommt...

Seit gestern sind wir im Einzugsgebiet vom Christchurch, eigentlich zum Zentrum nur ca 10 km entfernt. Da heute, am Sonntag, ein richtiger Landregen-Tag ist, haben wohl alle Leute beschlossen, in diese riesigen Einkaufszentren zu gehen, um nicht nass zu werden. So auch wir. Auf den Straßen fährt man fast Stop and Go, es ist wie wochentags zur Rush Hour. Unser Campingplatz ist herrlich bequem, wir haben ihn bereits öfter besucht und gleich für 2 Nächte gebucht. Wir waren so schlau, und haben die Wettervorhersage geschaut und uns daher nicht gewundert, dass, obwohl gestern üppig Sonne war, heute morgen beim Aufwachen der Regen auf unser Camperdach geplätschert hat. Ein schönes Geräusch, wenn man warm und trocken liegt. Das hat wirklich was... Tschüss, bis bald wieder...

... das hat jetzt aber echt lange gedauert, bis wir wieder online sein konnten. Das lag überwiegend daran, dass wir die offiziellen Camping Plätze mehr und mehr gemieden haben, weil es uns zu voll wurde. Falsch gedacht, dass sich alle Deutschen die Kanarischen Inseln zum Überwintern aussuchen. Kann aber auch gar nicht sein, wenn man sich selbst eine kleine Statistik zurecht bastelt...

Unsere nächste Station nach unserem letzten Bericht war BLUFF, der südlichste Ort der Südinsel von NZL. Daher wohl sehr begehrt. Wir haben so viele volle Parkplätze gesehen, z.T. mit Staus, denn die Kiwis selbst reisen ja auch selber sehr gerne in ihrem Kiwi-Sommer. Vor allem die Asiaten-Welle rollt, diese vielen Menschen, die nur in großen Gruppen auftreten, vom Bus ausgespuckt, um klick klick schnell schnell Fotos zu machen, und weiter geht die Reise. Aber das haben wir bereits gekannt von früheren NZL Reisen zu anderen Jahreszeiten. Bluff liegt noch im Windkreisel der Antarktis und wir hatten dadurch so heftigen Wind, dass ein zügiges Fahren fast unmöglich war, ohne Muskelkater in den Armen zu bekommen.

Zurück in die Zivilisation, nach Invercargill, haben wir das wunderschöne Museum besucht. Siehe dazu Fotos im Anhang. Man kann in eigentlich allen NZL Museen Stunden zubringen und stellt dann irgendwann fest, dass man entsetzlich müde ist. Wovon wohl??? Weiter ging die Reise nach Queenstown, DER Touristenort der Südinsel. Dort ist ALLES möglich: Bungee Springen, Fallschirm Springen, Heli Ski im Winter, Rundflüge, Shoppen, einfach alles. Sehr gut besucht. Wir haben uns nur sehr gewundert, dass dort größere Flieger landen als die, die wir zwischen den Kanaren kennen. Die fliegen im Minutentakt An- und Ab und auch hier mussten wir mal schnell nachrechnen, was dieses Queenstown pro Tag zu schlucken hat. Gigantisch !!!

Da wir vor Jahren den berühmten Mount Cook (Aoraki) vor Jahren einmal besucht haben, und der sich überwiegend in einer dicken Wolke versteckt, war für uns ein MUST DO angesagt. Beim letzten Besuch hatten wir Blitz, Donner, Hagel, Sturm und Eiseskälte. Nicht so dieses Mal, der wunderschöne Berg hat sich in seiner vollen Pracht gezeigt und wir mussten uns von dort nach ein paar Tagen Aufenthalt am Fuß des mächtigen Berges richtig loseisen. Da man den Berg nicht besteigen kann und es auch keine Seilbahn dort hinauf gibt (das hat der berühmte Sir Edmund Hillary, Erstbesteiger des Mount Everest für uns getan), mussten wir uns diesen Berg per Rundflug erobern. Tja, wenn der Berg nicht zu uns kommt, müssen wir zu ihm. Das hat sich absolut gelohnt und zählt zu unseren echten Highlights.

Freedom Camping ist unsere neue Leidenschaft. Wir machen Plätze ausfindig, die von der Regierung zur Verfügung gestellt und sauber gehalten werden (wir müssen allerdings sehr dazu beitragen, was uns uns selbstverständlich ist) . Auf diesen Plätzen gibt es nur (wir nennen sie) Busch-Toiletten, sauber, Wasser (kein Trinkwasser) und ansonsten Natur pur. Diese Plätze sind je nach Attraktion in der Nähe entweder sehr gut besucht oder absolut vom Schuss. Aber auf jeden Fall ohne Strom, also kein Handy, kein Laptop, reine Selbstversorgung.

Gestern Nacht waren wir jedoch auf einem Campingplatz in Fairly, ein sehr netter kleiner, mini kleiner Ort, aber wir konnten uns mal wieder eindecken mit den Dingen, die zwangsläufig zur Neige gehen und Strom tanken. Sehr schön ist es, dass wir “selfcontained”, also völlig selbst ausgestattet sind und daher, wo immer wir auch sind, uns jederzeit eine leckere Mahlzeit kochen können und vor allem sehr gut schlafen. Die Sternenhimmel sind gigantisch und nun warten wir auf den blauen Blut Mond mit Mondfinsternis. Dieses Ereignis kann man laut Medien von NZL aus sehr gut beobachten, während in Europa dieser event tagsüber stattfindet. Jedem, wie er`s verdient? Nein nein, das war nicht von uns geplant.

Tschüss, bis zum nächsten Mal, wir gehen jetzt wieder Freedom Campen...



Weiter gehts von Aouraki durch die Canterbury Plains nach Christchurch.





Zum Teil spärlich besiedelte Gegenden.



Zeit um Wildfrüchte zu sammeln und Marmelade zu machen.



Im Wintersportort Methven ist es auch im Hochsommer kalt.



"Ski heil!" heißt es da.



Dann gehts mal 3 Tage in die Pampa.



Natur pur...



... und nur Schotter- bzw. Wasserstraßen.



Hierher verirrt sich kaum ein Tourist.



Ein schöner Platz zum Übernachten.



Da schmeckt das Feierabendbier.



Good night!



Railstation Springfield. Trish hat uns gleich wiedererkannt.



Letzte Station vor Christchurch.




Dienstag, den 30.01.2018



Von Wanaka zum stürmischen Bluff.



Näher der Antarktis als Palma an Deutschland.



Invercargill...



... wo Burt Monroe her ist und mit seiner Indian den Geschwindigkeitsrekord aufgestellt hat.





Irgendwo auf dem Weg nach Queenstown...



... wo sich alles nur um Action dreht. Hier geht der Punk ab. Nichts wie weg!



Da müssen die Piloten der 737 schon genau zielen, um dort zu landen.



Da geht's am Lake Pukaki mit dem Mt. Cook ruhiger zu.





Er hat hier für seine Mt. Everest-Erstbesteigung trainiert.



Wir haben's uns leicht gemacht und um Aoraki herumgeflogen.





Einer unserer absoluten Höhepunkte auf NZL.







Wanaka, den 14. Januar 2018


Gerade sind wir mal wieder online und können ein paar Eindrücke schicken, die den Einen oder Anderen von Euch interessieren mag oder auch nicht...

Seit heute genau 1 Woche sind wir von unserem Farmaufenthalt weg. Wir haben insgesamt, mal über den Daumen geschätzt, 700 km Distanz geschaffen. Der Grund ist leider das Wetter, denn wir versuchen, die Sonne zu finden. Die Kiwis fragen uns, wenn sie sehen, dass wir mit dem Camper unterwegs sind:...” und, wie war Euer Tag heute”...??? Neulich musste ich leider zugeben, dass wir uns den Kiwi Sommer anders vorgestellt haben. Es regnet sehr viel, aber natürlich, wie auch auf La Palma gilt die Faustregel: wo kein Regen, da kein Grün !!! Nur wird leider der Kiwi Sommer überall, bis hin nach Europa, so enorm propagiert, entsprechend viele Deutsche sind mit ihren gemieteten Campervans unterwegs. Neulich auf dem Parkplatz am Supermarkt war es ganz markant: so viele Camper haben wir noch nie gesehen – auf einmal, am selben Platz...

Soll kein Gejammer sein, Wetter gehört dazu. Leider kommt Axel nicht zum Angeln und nicht zum Kajak fahren, obwohl er heute meinte, dass man auch beides bei Regen machen kann. Wenn er meint???

Wir vertreiben uns die Zeit mit Kaufhäusern. Das sind solche, die man in La Palma noch nicht so richtig kennt – außer dem Trocadero. Viele, sehr viele Läden mit Snack-Möglichkeiten, von indisch über türkisch, japanisch und chinesisch. Und mit Angeboten an ALLEM , wo wir uns fragen, wer das alles kaufen soll. Aber das ist wohl wie überall auf der Welt.

Die letzten 2 Tage waren wir rein nur in der Natur unterwegs, ohne Handy Empfang, Natur pur und sehr schön. Die zugehörigen Fotos werden es vermitteln.
Heute morgen sind wir in Wanaka angekommen, ein absoluter Touristen Ort und für uns ein ziemlicher Kultur Schock nach soooo viel Natur...

Wie immer, hasta pronto aus NZL



Nach dem anstrengenden Farmleben etwas relaxen in der Ruby Bay.



3 Tage Regen in Richmond.



Die Westküste: eigentlich sehr schön, aber...



...nix für kajaking.



So wär's ja toll!



Und ein bisschen Gletscher war ja auch zu sehen...



... und es wird immer besser.



Von der Westcoast über die Alpen und alles ist gut.



Hier in Wanaka ist alles etwas verrückt...



Der wohl meist fotografierte Baum der südlichen Hemisphäre: die Weide im Lake Wanaka.





Sch... atmosphärische Störungen! Reisebericht geht wieder mal nicht durch den Äther... ;-)



2. Januar 2018

... wir hoffen, Ihr seid Alle super gut in`s neue Jahr geflutscht und habt Euch nicht gewundert, dass es von uns nichts mehr zu lesen gab. An dieser Stelle möchten wir allen Lesern 2 Tage später noch ein sehr gutes, gesundes und glückliches neues Jahr 2018 wünschen... Nun - wir sind abgetaucht!!! Nach den herrlichen Tagen aus unserem länger zurückliegenden letzten Bericht (weil wir internet-technisch abgeschnitten waren) ging es weiter nach Nelson, Motueka, über den Takaka Hill, direkt in das flippige Takaka in die absolut begehrte Golden Bay (alles im Norden der Südinsel NZL`s), wo die Tochter unserer La Palma-Freundin wohnt, lebt und arbeitet. Hier sind wir nun auf ihrer Farm, die sie zusammen mit ihrem Mann bewirtschaftet und außerdem beide ihr wunderschönes Szene-Cafe/Restaurant betreiben. Wir befinden uns momentan in der absoluten Hauptsaison im Dezember im absoluten Kiwi-Summer, und hier steppt echt der Bär. Daher haben wir uns angeboten, ihre beiden Kinder samt Haus und Hof= Farm zu übernehmen – einfach, um zu helfen.

Eigentlich könnte man uns derzeit als Ersatz-Oma und -Opa bezeichnen, aber dazu fühlen wir uns noch nicht alt genug und wären außerdem den Anforderungen auf dieser Farm sicher nicht gewachsen!!! Es gibt hier reichlich zu tun... Wir werden insgesamt 16 Tage dort verbringen und die Farm “schmeißen”, während die Besitzer an vorderster Front im Restaurant kämpfen. Mit großem Erfolg, denn beide kommen nach anstrengenden Tagen, z.T. Nachtschichten, völlig platt nach Hause, während wir auch platt sind von der Farm-Arbeit. Wir sammeln völlig neue Erfahrungswerte, die Fotos werden es sicher zeigen.

In wenigen Tagen wird ein Au Pair-Mädchen kommen und uns ablösen, dann werden wir weiterziehen. Es soll den Lesern mit einem großen Roman nicht langweilig werden, daher bald mehr... und tschüsssss


Irgendwo ganz da hinten sind wir gerade...


... und der Farmbesitzer ist nicht gerade der freundlichste.


Mit Freude!


Nappys Windeln wechseln.


Auf zu neuen Ufern.


Es gibt Schöneres, aber bald ziehen wir weiter.


1x täglich...




Silvester mit schlafenden Hühnern...


... aber wir machen unseren Job...


... den gordischen Knoten lösen.


... und schnarchenden Säuen feiern :-)))


Wiese mähen vor dem Wohnbus für die Woofer.

20. Dezember 2017

..... noch 4 Tage bis Heilig Abend.....

Wir versuchen, unser Versprechen einzuhalten, uns so oft wie möglich zu melden. Aber das war jetzt in den letzten Tagen einfach ganz unmöglich, da wir in den Marlborough Sounds waren und gleich für 6 Tage dort regelrecht stecken geblieben sind. Völlig unvorbereitet, verpflegungstechnisch gesehen,. Aber dieses Stückchen Erde hat uns einfach umgehauen. Wir wurden zu Selbstversorgern Dank liebevollen, netten, vorher völlig unbekannten Leuten. Wir haben alles geteilt und haben glücklich und zufrieden gelebt. Die Fotos dazu sind geliefert, aber man sollte es life erleben, um es überhaupt begreifen zu können.

Umso herber war der Wiedereinstieg in die Zivilisation. Aber nun ist eine Planänderung angesagt, denn die Tochter meiner besten La Palma Freundin, bei der wir House Sitting machen, hat angefragt, ob wir schon früher als vereinbart kommen könnten. Das haben wir spontan zugesagt, denen brennt buchstäblich durch das hohe Touristen Aufkommen der Kittel und sie brauchen Hilfe. So werden wir also mit Planänderung ab übermorgen auf deren Farm sein, und unser Bestes geben.

Zu den Marlborough Sounds gäbe es so viel zu erzählen. Angefangen bei den absolut gigantischen sternenklaren Nächten, hin über die aktiven oder inaktiven Sonnen-Tage. Jeder hat das gemacht, was er wollte. Man konnte schnorcheln, sein Glück mit Angeln versuchen (Anfänger Glück !!??), schwimmen gehen oder einfach nur am Strand liegen oder entlang laufen. Leider hatten wir einen Unfall zu beklagen, aber selbst in dieser absolut dünn besiedelten Region war Hilfe in Form eines Rettungs-Helis da innerhalb von 25 Minuten. Alle haben geholfen, keiner war dabei dem anderem im Weg, und der Mann, der von den Felsen ziemlich schwer verletzt abgestürzt ist, wurde professionell geborgen.

An unserem geplanten Abreisetag wurden wir geweckt von stürmischem, kaltem und nassem Wind. Um 5 Uhr in der Früh mussten wir ratzfatz unsere Markise sichern. Das Wetter hatte sich innerhalb kurzer Zeit geändert......

Wir haben tolle Leute kennen gelernt und es ist geplant, diese nicht nur 1x im Leben zu sehen. ----Hoffentlich können wir noch spanisch, wenn wir irgendwann wieder nach La Palma zurück kommen. Man spricht englisch, auch wenn sich nach einer ewigen Zeit Gequatsche herausstellt, dass der Gesprächspartner auch Deutscher ist. Echt witzig, aber anscheinend ganz normal......

Mehr demnächst von der Farm unserer Freundin. Sie hat WiFi, ein Lichtblick, unsere Berichte hoffentlich sicher liefern zu können.

Fröhliche Weihnachten, Feliz Navidad, Very Happy Christmas für alle, die das hier lesen...



Ein Teil der Marlborough Sounds. Wir sind von Havelock zur Titiranga Farm z.T. nur auf Schotterpisten gefahren.



Wer hier ankommt, will so schnell nicht mehr weg.



Unser Campground.





Man versucht es halt...



... mit mehr oder weniger Erfolg.



Zum Glück gibt es Leute mit viel Erfolg, die dann die weniger Erfolgreichen mit versorgen.





Unsere Titiranga Farm...



... mit 350.000 Mitbewohnern.



Leider ist einer von uns abgestürzt und musste vom Heli geborgen werden. Es geht ihm aber wieder gut.



Der Queen Charlotte Sound auf dem Weg nach Picton und zurück nach Nelson.



Merry Christmas und liebe Grüße an alle!
Doris & Axel






Neuseeland, den 11. Dezember 2017


Beim Zurücklesen der bisher gesendeten Reisebericht haben wir einen Datums-Fehler entdeckt. Wir sind “erst” seit 10. November in Neuseeland, also mit heutigem Datum ziemlich genau seit 4 Wochen. Verdammt lange 4 Wochen, denn es hat sich einiges getan. Das größte Ereignis war, dass das Getriebe an unserem eigenen kleinen Campervan den Geist aufgeben wollte. Die Kiwi-Werkstatt stellte natürlich die Diagnose, da müsse ein nagelneues Getriebe eingebaut werden, aber wir wollten es nicht glauben. Nach Rücksprache mit dem Verkäufer stellte sich nämlich heraus, dass auch ein Getriebe reparierbar ist. Aber: wir waren durch diese Panne 2 Tage auf der Strasse wie obdachlose Penner, denn unser Auto ist ja auch unser Haus. Und wenn das in der Werkstatt steht – ohweh !!!

Wir hatten Glück im Unglück: das Auto ging ganz in der Nähe vom nächsten Campingplatz kaputt, also konnten wir ihn abends zum drin schlafen aus der Werkstatt holen. Außerdem wohnt die Tochter mit Familie meiner besten Freundin von La Palma in diesem Ort. Sie betriebt mit ihrem Mann ein sehr schönes, witziges Tages-Cafe/Restaurant/Bar. Und witzig bezieht sich auch auf den Namen des Unternehmens: “Dangerous Kitchen” . Das Angebote an Essen und Trinken ist dort “dangerous” lecker !!!

Also, wie man liest, wir sind 1 Woche in diesem herrlichen Ort in der Golden Bay, Norden der Südinsel, hängengeblieben. Gestern haben wir uns nun endlich wieder auf die Räder gemacht und sind in Richtung Nelson, auch Norden der Südinsel weiter gefahren, mit den Ziel, die Marlbourough Sounds zu besuchen. Diese Fjord-Landschaft muss so zauberhaft sein, denn warum sonst gehen alle Kiwis in der Hauptsaison, die in ca 14 Tagen beginnt, dort hin? Bis dahin wollen wir natürlich wieder weg sein von dort, versteht sich. Gar nichts gegen Land und Leute, ganz im Gegenteil - aber wenn`s eng wird, sind wir lieber wieder in ruhigen Gewässern.

Das Wetter war inzwischen durchwachsen, einmal sehr heiß, ein paar Tage Nieselregen, richtig heftigen Regen werden wir wahrscheinlich jetzt in der Sommerzeit nicht abbekommen.

Unser Anfangs gemachte Versprechen, ab jetzt öfter zu schreiben, werden wir wohl nicht einhalten können. Wir sind zu oft im Funkloch in dieser herrlichen weiten Natur, wo man noch ganz ohne erreichbar zu sein leben kann...

Bis demnächst wieder, hoffentlich noch vor Weihnachten...


30.11.2017 - Wir sind seit 10. Oktober in NZL... ...Planänderung war angesagt... Ursprünglich hatten wir vor, Kaikoura, wo vor einem Jahr das heftige Erdbeben mit 7,8 Stärke stattfand, anzusteuern. Nun sind aber nach einem Jahr (das Erdbeben war im November 2016) die Zu- und Durchfahrts-Straße noch immer gesperrt, da die Schäden enorm waren. Die Regierung hat vor, für den Beginn der Ferien diese einzige Straße ab 15. Dezember zu öffnen, was jedoch behelfsmäßig ausfallen wird. Aber man muss den großen Andrang der Ferien-Fahrzeuge irgendwie “durchschleusen”.....

Wie erwähnt, ab Mitte Dezember beginnt hier die “Hochsaison”, wie auch wir auf La Palma sie kennen. Da die KIWIS ein sehr reiselustiges Volk sind, werden viele Fahrzeuge, und vor allem Wohnmobile unterwegs sein. Dann werden wir nicht mehr die einsame Spezies sein, die neugierig beobachtet wird, wenn sie außerhalb der Saison mit dem WoMo herumfahren. Das klassifiziert uns dann eindeutig als die Leute von “draußen”... Es sind übrigens enorm viele Campervans unterwegs, d.h. Ausländer. NZL scheint IN zu sein. Das wiederum bedeutet, dass es mittlerweile viele Einschränkungen gibt. Als wir vor 10 Jahren dieses Paradies zum 1. Mal entdeckt haben, war das sogenannte Freedom-Camping noch absolut möglich. Das ist heute leider kaum noch möglich, da der Andrang zu groß und die Verantwortlichkeit der Leute, keinen Müll zu hinterlassen, zu gering ist. Schade, echt super schade!!!

Wir haben also die Umfahrungs-Straße genommen, sind über den Lewis Pass in Richtung Nelson gefahren. Auf besagtem Pass haben wir übernachtet, weil die Natur dort noch so unbelassen herrlich ist. Bei sagenhaften 4 Grad abends, nachts und am Morgen. Frisch war`s!!! Aber das palmerische Weichei haben wir zuhause gelassen und können die Kälte ganz gut ab.

Vorgestern und heute hatten wir z.T. heftige Gewitter mit starkem Regen. Auch hier sagen alle: ...”gut für`s Land”, denn man sieht unterwegs auf großen Weideflächen riesige Bewässerungs-Anlagen, und das bereits im Frühjahr, noch bevor die große Hitze, die aber in NZL nie wirklich stattfindet, kommt. Unser Kiwi Freund hat uns erklärt, dass die NZL Alpen, die im Westen der Südinsel liegen und von dort auch das Wetter kommt, den Regen abhalten. Diese Alpen sind gigantisch und selten ganz schneefrei, außer im absoluten Hochsommer.

Da wir uns im momentanen NZL Frühjahr befinden, blüht es wirklich an allen Ecken. Sogar Digitalis, eine auf La Palma unbekannte Pflanze, steht hier in ganzen Gruppen da in rosa, weiß und gelb. Aber auch sehr viele blühende Pflanzen, die wir von La Palma kennen, sind üppig vorhanden. z.B. die pinkfarbene Wicke, die die Straßenränder bunt macht, sowie Rosen in üppigster Pracht uvm.....

Nun sieht unser Plan also vor, die Golden Bay anzusteuern, wo die Tochter einer Freundin, die auf La Palma lebt und dort ein Tages-Cafe “Dangerous Kitchen” betreibt. Der Verkehr ist durch die Umleitung heftig, also machen wir uns jetzt auf die Socken...äähhhhm Reifen. Tschüss, bis demnächst wieder.


29.11.2017


Immer wieder faszinierend...


... der A 380 ...


... auch die Business Class im Oberdeck.



Weihnachtsfieber in Christchurch.


Auf dem Lewis-Pass abends bei Regen...



... und morgens.


24.11.2017 - Nachdem uns Christchurch so lange festgehalten hat und wir uns fast schon an das City-Leben gewöhnt hatten, sind wir nun doch endlich raus auf`s Land gefahren. Noch nicht, wie geplant, nach Kaikoura, wo letztes Jahr das heftige Erdbeben war, sondern ca. 80 km östlich Christchurch zur “Banks Peninsula” nach Akaroa. Das ist ein kleiner malerischer Ort, der noch seine französischen Gründer zeigt. Überall liest man französische Begriffe und ist relativ erstaunt darüber.

Wettertechnisch wird es nun endlich moderater, wir gehen Richtung Sommer. Es ist nachts nicht mehr so kalt wie noch vor 10 Tagen, aber abends und morgens ist es trotzdem noch recht frisch. Regen hatten wir bisher nur 1x, und das nur wenig. Wir reisen dem guten Wetter hinterher. Obwohl wir entgegen unserer sonstigen Aufenthalte in NZL dieses Mal nicht viele km machen – wir haben ja dieses Mal richtig viel Zeit. – Ja, wir leben den Camper-Alltag und genießen die herrliche Natur, siehe Fotos.

20.11.2017 - Hallo vom anderen Ende der Welt. Wir sind jetzt seit einer Woche in Neuseeland und bisher war´s ziemlich anstrengend und ich hatte keine Gelegenheit zum Schreiben, weil wir selten Internet-Zugang hatten und andererseits Visa, Autokauf mit allem Drum und Dran, unsere Freunde hier und letztlich sich einrichten wichtiger war. Meinen Geburtstag und unseren Hochzeitstag am 11.11. haben wir mit einer Flasche Lindauer Sekt und einem schönen Essen beim Chinesen in Christchurch gefeiert.

Gestern und heute waren wir im botanischen Garten von Christchurch – einfach zum Relaxen und Runterfahren. Das Wetter ist traumhaft schön, aber nachts geht´s runter, bis fast an den Gefrierpunkt. Am Wochenende werden wir Richtung Norden, nach Kaikoura fahren, wo letztes Jahr im November das Erdbeben war. Ein Teil der Küstenstraße und die Eisenbahnlinie ist immer noch nicht befahrbar weil verschüttet. Der Meeresboden hat sich um mehrere Meter angehoben und die Einheimischen haben in einer Rettungsaktion tausende von auf dem Trockenen liegende Meerestiere wieder ins Wasser gebracht.

Naja, ich hoffe, dass ich den nächsten Monaten öfter dazu komme, was zu posten und vielleicht auch noch nachträglich was zu Bali / Lombok und Perth/Western Australien berichten kann.




8.11.2017 - Unser letzter Tag in Australien. So schön kann ein Campingplatz liegen:





7.11.2017 - Wir sind jetzt in Cervantes, ca. 250 km nördlich von Perth / Westaustralien. Morgen geht es weiter nach NZL und da wird's dann hoffentlich etwas ruhiger. Die letzten Wochen waren wir ständig unterwegs und gerade auf Bali und Lombok hatten wir oft kein Internetzugang. Wir werden uns in Zukunft öfter melden und Jens vom Correo del Valle wird Fotos und Berichte auf diese Homepage stellen. In diesem Sinne weiterhin frohes Schaffen und sonnige Grüße aus Down Under.


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3.10.2017 - Wir gehen auf eine längere Reise und halten Euch an dieser Stelle über Aufenthalt und Kontaktmöglichkeit auf dem Laufenden.