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Neuseeland, den 11. Dezember 2017


Beim Zurücklesen der bisher gesendeten Reisebericht haben wir einen Datums-Fehler entdeckt. Wir sind “erst” seit 10. November in Neuseeland, also mit heutigem Datum ziemlich genau seit 4 Wochen. Verdammt lange 4 Wochen, denn es hat sich einiges getan. Das größte Ereignis war, dass das Getriebe an unserem eigenen kleinen Campervan den Geist aufgeben wollte. Die Kiwi-Werkstatt stellte natürlich die Diagnose, da müsse ein nagelneues Getriebe eingebaut werden, aber wir wollten es nicht glauben. Nach Rücksprache mit dem Verkäufer stellte sich nämlich heraus, dass auch ein Getriebe reparierbar ist. Aber: wir waren durch diese Panne 2 Tage auf der Strasse wie obdachlose Penner, denn unser Auto ist ja auch unser Haus. Und wenn das in der Werkstatt steht – ohweh !!!

Wir hatten Glück im Unglück: das Auto ging ganz in der Nähe vom nächsten Campingplatz kaputt, also konnten wir ihn abends zum drin schlafen aus der Werkstatt holen. Außerdem wohnt die Tochter mit Familie meiner besten Freundin von La Palma in diesem Ort. Sie betriebt mit ihrem Mann ein sehr schönes, witziges Tages-Cafe/Restaurant/Bar. Und witzig bezieht sich auch auf den Namen des Unternehmens: “Dangerous Kitchen” . Das Angebote an Essen und Trinken ist dort “dangerous” lecker !!!

Also, wie man liest, wir sind 1 Woche in diesem herrlichen Ort in der Golden Bay, Norden der Südinsel, hängengeblieben. Gestern haben wir uns nun endlich wieder auf die Räder gemacht und sind in Richtung Nelson, auch Norden der Südinsel weiter gefahren, mit den Ziel, die Marlbourough Sounds zu besuchen. Diese Fjord-Landschaft muss so zauberhaft sein, denn warum sonst gehen alle Kiwis in der Hauptsaison, die in ca 14 Tagen beginnt, dort hin? Bis dahin wollen wir natürlich wieder weg sein von dort, versteht sich. Gar nichts gegen Land und Leute, ganz im Gegenteil - aber wenn`s eng wird, sind wir lieber wieder in ruhigen Gewässern.

Das Wetter war inzwischen durchwachsen, einmal sehr heiß, ein paar Tage Nieselregen, richtig heftigen Regen werden wir wahrscheinlich jetzt in der Sommerzeit nicht abbekommen.

Unser Anfangs gemachte Versprechen, ab jetzt öfter zu schreiben, werden wir wohl nicht einhalten können. Wir sind zu oft im Funkloch in dieser herrlichen weiten Natur, wo man noch ganz ohne erreichbar zu sein leben kann...

Bis demnächst wieder, hoffentlich noch vor Weihnachten...


30.11.2017 - Wir sind seit 10. Oktober in NZL... ...Planänderung war angesagt... Ursprünglich hatten wir vor, Kaikoura, wo vor einem Jahr das heftige Erdbeben mit 7,8 Stärke stattfand, anzusteuern. Nun sind aber nach einem Jahr (das Erdbeben war im November 2016) die Zu- und Durchfahrts-Straße noch immer gesperrt, da die Schäden enorm waren. Die Regierung hat vor, für den Beginn der Ferien diese einzige Straße ab 15. Dezember zu öffnen, was jedoch behelfsmäßig ausfallen wird. Aber man muss den großen Andrang der Ferien-Fahrzeuge irgendwie “durchschleusen”.....

Wie erwähnt, ab Mitte Dezember beginnt hier die “Hochsaison”, wie auch wir auf La Palma sie kennen. Da die KIWIS ein sehr reiselustiges Volk sind, werden viele Fahrzeuge, und vor allem Wohnmobile unterwegs sein. Dann werden wir nicht mehr die einsame Spezies sein, die neugierig beobachtet wird, wenn sie außerhalb der Saison mit dem WoMo herumfahren. Das klassifiziert uns dann eindeutig als die Leute von “draußen”... Es sind übrigens enorm viele Campervans unterwegs, d.h. Ausländer. NZL scheint IN zu sein. Das wiederum bedeutet, dass es mittlerweile viele Einschränkungen gibt. Als wir vor 10 Jahren dieses Paradies zum 1. Mal entdeckt haben, war das sogenannte Freedom-Camping noch absolut möglich. Das ist heute leider kaum noch möglich, da der Andrang zu groß und die Verantwortlichkeit der Leute, keinen Müll zu hinterlassen, zu gering ist. Schade, echt super schade!!!

Wir haben also die Umfahrungs-Straße genommen, sind über den Lewis Pass in Richtung Nelson gefahren. Auf besagtem Pass haben wir übernachtet, weil die Natur dort noch so unbelassen herrlich ist. Bei sagenhaften 4 Grad abends, nachts und am Morgen. Frisch war`s!!! Aber das palmerische Weichei haben wir zuhause gelassen und können die Kälte ganz gut ab.

Vorgestern und heute hatten wir z.T. heftige Gewitter mit starkem Regen. Auch hier sagen alle: ...”gut für`s Land”, denn man sieht unterwegs auf großen Weideflächen riesige Bewässerungs-Anlagen, und das bereits im Frühjahr, noch bevor die große Hitze, die aber in NZL nie wirklich stattfindet, kommt. Unser Kiwi Freund hat uns erklärt, dass die NZL Alpen, die im Westen der Südinsel liegen und von dort auch das Wetter kommt, den Regen abhalten. Diese Alpen sind gigantisch und selten ganz schneefrei, außer im absoluten Hochsommer.

Da wir uns im momentanen NZL Frühjahr befinden, blüht es wirklich an allen Ecken. Sogar Digitalis, eine auf La Palma unbekannte Pflanze, steht hier in ganzen Gruppen da in rosa, weiß und gelb. Aber auch sehr viele blühende Pflanzen, die wir von La Palma kennen, sind üppig vorhanden. z.B. die pinkfarbene Wicke, die die Straßenränder bunt macht, sowie Rosen in üppigster Pracht uvm.....

Nun sieht unser Plan also vor, die Golden Bay anzusteuern, wo die Tochter einer Freundin, die auf La Palma lebt und dort ein Tages-Cafe “Dangerous Kitchen” betreibt. Der Verkehr ist durch die Umleitung heftig, also machen wir uns jetzt auf die Socken...äähhhhm Reifen. Tschüss, bis demnächst wieder.


29.11.2017


Immer wieder faszinierend...


... der A 380 ...


... auch die Business Class im Oberdeck.



Weihnachtsfieber in Christchurch.


Auf dem Lewis-Pass abends bei Regen...



... und morgens.


24.11.2017 - Nachdem uns Christchurch so lange festgehalten hat und wir uns fast schon an das City-Leben gewöhnt hatten, sind wir nun doch endlich raus auf`s Land gefahren. Noch nicht, wie geplant, nach Kaikoura, wo letztes Jahr das heftige Erdbeben war, sondern ca. 80 km östlich Christchurch zur “Banks Peninsula” nach Akaroa. Das ist ein kleiner malerischer Ort, der noch seine französischen Gründer zeigt. Überall liest man französische Begriffe und ist relativ erstaunt darüber.

Wettertechnisch wird es nun endlich moderater, wir gehen Richtung Sommer. Es ist nachts nicht mehr so kalt wie noch vor 10 Tagen, aber abends und morgens ist es trotzdem noch recht frisch. Regen hatten wir bisher nur 1x, und das nur wenig. Wir reisen dem guten Wetter hinterher. Obwohl wir entgegen unserer sonstigen Aufenthalte in NZL dieses Mal nicht viele km machen – wir haben ja dieses Mal richtig viel Zeit. – Ja, wir leben den Camper-Alltag und genießen die herrliche Natur, siehe Fotos.

20.11.2017 - Hallo vom anderen Ende der Welt. Wir sind jetzt seit einer Woche in Neuseeland und bisher war´s ziemlich anstrengend und ich hatte keine Gelegenheit zum Schreiben, weil wir selten Internet-Zugang hatten und andererseits Visa, Autokauf mit allem Drum und Dran, unsere Freunde hier und letztlich sich einrichten wichtiger war. Meinen Geburtstag und unseren Hochzeitstag am 11.11. haben wir mit einer Flasche Lindauer Sekt und einem schönen Essen beim Chinesen in Christchurch gefeiert.

Gestern und heute waren wir im botanischen Garten von Christchurch – einfach zum Relaxen und Runterfahren. Das Wetter ist traumhaft schön, aber nachts geht´s runter, bis fast an den Gefrierpunkt. Am Wochenende werden wir Richtung Norden, nach Kaikoura fahren, wo letztes Jahr im November das Erdbeben war. Ein Teil der Küstenstraße und die Eisenbahnlinie ist immer noch nicht befahrbar weil verschüttet. Der Meeresboden hat sich um mehrere Meter angehoben und die Einheimischen haben in einer Rettungsaktion tausende von auf dem Trockenen liegende Meerestiere wieder ins Wasser gebracht.

Naja, ich hoffe, dass ich den nächsten Monaten öfter dazu komme, was zu posten und vielleicht auch noch nachträglich was zu Bali / Lombok und Perth/Western Australien berichten kann.




8.11.2017 - Unser letzter Tag in Australien. So schön kann ein Campingplatz liegen:





7.11.2017 - Wir sind jetzt in Cervantes, ca. 250 km nördlich von Perth / Westaustralien. Morgen geht es weiter nach NZL und da wird's dann hoffentlich etwas ruhiger. Die letzten Wochen waren wir ständig unterwegs und gerade auf Bali und Lombok hatten wir oft kein Internetzugang. Wir werden uns in Zukunft öfter melden und Jens vom Correo del Valle wird Fotos und Berichte auf diese Homepage stellen. In diesem Sinne weiterhin frohes Schaffen und sonnige Grüße aus Down Under.


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3.10.2017 - Wir gehen auf eine längere Reise und halten Euch an dieser Stelle über Aufenthalt und Kontaktmöglichkeit auf dem Laufenden.